Die Treibhunde, die Workaholics

Die Kategorie der Treibhunde ist in der Gruppe 1 und der Sektion 2 vom FCI gelistet. Wie der Name es schon beschreibt, werden diese Hunde zum Treiben von Kühen, Schafen oder Ziegen verwendet. Diese Hunde stammen ursprünglich von den alten Bauern- und Hirtenhunden ab. Sie mussten mutig und stark genug sein, um es im Notfalle auch mit Wildtieren wie Wölfen aufzunehmen.

Aufgrund der stundenlangen Bewegung im Freien sind diese Hunde sehr robust und kräftig. Mit ihrer Muskulatur laufen sie ohne Widerwillen viele Kilometer. Darüber hinaus haben sie sich im Laufe der Generationen an den Lebensraum und das Klima angepasst. Ihr Charakter beschreibt sie als selbstständig und ausdauernd. Sie brauchen eine konsequente Erziehung und klare Linie. Die Treibhunde sind als Teil der »Hütehunde und Treibhunde« vom FCI zusammengefasst, daher werden sie häufig im gleichen Zusammenhang genannt. Wir konzentrieren uns hier auf die vier offiziell gelisteten Rassen.

Als Rassen der Treibhunde sind bekannt:

  • Der Bouvier des Flandres
  • Der Bouvier des Ardennes
  • Australian Stumpy Tail Cattle Dog
  • Australian Cattle Dog

Der Bouvier des Flandres gehört zu einer der alten Hunderassen, die ihren Ursprung vermutlich bei den Mastiffs findet. Dieser große Hund aus Belgien ist seit 1910 als eigenständige Rasse zertifiziert. Trotz seiner Größe ist er freundlich, anhänglich und gilt allgemein auch als kinderfreundlicher Hund.

Der ebenfalls aus Flandern stammende Bouvier des Ardennes entstand durch die gezielte Kreuzung verschiedener belgischer Hunderassen. Er ist ein wenig kleiner als der andere Bouvier und fällt mit seinem grauen, struppigen Fell auf. Als Treibhund kann er sich mit der dichten Unterwolle durchaus auch in Regionen mit sehr kalten Wintern wohlfühlen.

Das Fell des Australian Stumpy Tail Cattle Dog erscheint dunkler und ist kurz trotz dichter Unterwolle. Auch er ist wieder etwas kleiner und erreicht eine mittlere Größe bis zu 51 cm. Der Australian Stumpy Tail Cattle Dog wurde nachweislich als erste Rasse in Australien gezüchtet. Dieser Hund musste den harten Bedingungen standhalten, um die Rinder zusammenzutreiben.

Der Name lässt es vermuten, der Australian Cattle Dog ähnelt seinem Kollegen, dem Australian Stumpy Tail Cattle Dog. Er ist wendig, robust und gehört ebenfalls zu den mittelgroßen Hunderassen. Interessant ist, dass diese Hunde weiß geboren werden und das Haarkleid erst einige Wochen später färbt.

Heute werden diese schönen und selbstbewussten Hunde häufig als Familienhund gehalten. Sie bewachen mit klarem Charakter das Haus und sind sehr gern täglich in der Natur unterwegs. Die Haltung eines Treibhundes verlangt Charakter und Führungskraft, deshalb sollten zukünftige Halter Erfahrungen im Umgang mit Hunden haben.
Auch die Kategorie der Schweizer Sennenhunde werden zu den Treibhunden gezählt. Die Beschreibung des Appenzeller Sennenhundes, des Berner Sennenhundes, des Grossen Schweizer Sennenhundes und des Entlebucher Sennenhund finden Sie in der Kategorie Sennenhunde verankert.

Hunderassen in der Systematik

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