Stöberhunde

Wer gern viel Zeit und Bewegung mit seinem zukünftigen Hund verbringen möchte, ist vielleicht mit einem Stöberhund gut beraten. Oftmals ist der Blick über die Kategorisierung hilfreich auf der Suche nach einem Hund für Haus und Familie. Stöberhunde gehören zur den Jagdhunden und bringen dementsprechende Charaktereigenschaften mit. Sie sind selbstständig und gründlich, wenn es darum geht, Fährten aufzunehmen. Gleichzeitig gehorchen sie ihrem Hundeführer bei guter Erziehung und haben keine Probleme, sich unterzuordnen. Jäger wählen für die Jagd meist Jagd- oder Stöberhunde aus. Neben dem Treiben des Wildes sind es freundliche Hunde mit einem gutmütigen Charakter.

Die gute Spürnase eines Stöberhundes

Mit einem extrem guten Gespür für Fährten sind Stöberhunde perfekte Begleiter für die Jagd. Was dem einen ein Vorteil ist, sollte dem Nicht-Jäger auch eine Warnung sein. Es gehört eine funktionierende Beziehung zwischen Hundehalter und Hund, damit er in der freien Natur nicht plötzlich losrennt. Forstmitarbeiter und Jäger nutzen gern die Fähigkeiten der Schweißarbeit und des Apportierens, hier findet der Stöberhund die richtigen Aufgaben.

Die einzelnen Rassen

Stöberhunde werden vom FCI in der Gruppe 8, Sektion 2 geführt. Zu ihnen gehören demnach folgende Rassen:

  • - Deutscher Wachtelhund
  • - Amerikanischer Cocker Spaniel
  • - English Cocker Spaniel
  • - English Springer Spaniel
  • - Clumber Spaniel
  • - Field Spaniel
  • - Sussex Spaniel
  • - Welsh Springer Spaniel
  • - Kooikerhondie

In Deutschland sind aus dieser Liste der English Cocker Spaniel, der English Springer Spaniel sowie der Deutsche Wachtelhund gleichzeitig im Jagdgebrauchshundeverband kategorisiert.

Bei der Auswahl des Hundes seinen natürlichen Instinkt beachten

Stöberhunde werden im Allgemeinen vor dem Schuss des Jägers eingesetzt. Dort, wo hohes Schilf wächst, das Dickicht die Sicht erschwert, wird er eingesetzt, um Wild aufzuspüren. Seine Aufgabe ist es, den Fund durch Bellen anzuzeigen und das Wild in die Richtung des Jägers zu treiben. Für einen privaten Hundehalter bedeutet dies, dass ein Spaniel zum Beispiel im freien Gelände durchbrennt und er durch kein Rufen aufzuhalten ist. Er findet leicht den Weg zum Herrchen zurück, doch das Laufen und Jagen kann unter Umständen Ärger mit den zuständigen Forstmitarbeitern nach sich ziehen.

Gute Erziehung und eine innige Verbindung zwischen Hund und Hundehalter

Ein Stöberhund bringt ein großes Maß an Selbstständigkeit mit. Dennoch bedeutet dies, dass er lernen sollte, nach der Jagd - bzw. beim Spaziergang - zu seinem Hundehalter wieder zurückzukehren. Hund und Besitzer sind durch eine enge Bindung miteinander verbunden, und es bietet sich an, dass beide ein Hundetraining absolvieren, bei dem nicht nur ­der Hund, sondern in diesem Falle auch besonders der Hundehalter lernt, Kommandos richtig einzufordern. Es gilt, eine Beziehung aufzubauen, in dem der Hund von klein auf lernt, seinem Herrchen zu folgen und ihn als Führer anzuerkennen. Diese meist mittelgroßen Hunderassen sind eine Bereicherung für den Menschen. Das Leben mit einem Stöberhund ist von Aktivität und Lebensfreude geprägt. Er fügt sich gern in die Familie ein und findet schnell seinen Platz. Wichtig ist, dass eine Person in der Familie die Führungsposition übernimmt, ansonsten kann es passieren, dass der Stöberhund versucht, diese Rolle zu übernehmen.

Hunderassen in der Systematik

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