Rottweiler - Hunderasse (CC BY-SA 2.0)Foto von Arne List ;

Rottweiler
Der kompakte Hund

Der Rottweiler ist eine, vom FCI anerkannte Hunderasse und ist in der Gruppe 2 kategorisiert. Der kompakte Hund verschafft sich Respekt und verlangt gleichzeitig eine klare Linie in der Erziehung. Standardmäßig erreichen die Rüden eine Widerristhöhe bis zu 68 cm, die Hündinnen dagegen werden nur bis zu 63 cm groß. Mit einem Gewicht zwischen 42 und 50 kg ist er stämmig und kompakt aber nicht plump. Mit dieser Körperstruktur beansprucht der Rottweiler täglich Bewegung. Er trägt ein pflegeleichtes, kurzes Fell mit Unterwolle. Der gesamte Körper ist in edlem Schwarz getaucht, während Augenbrauen, Lefzen, der Fang, die Brust und auch die Schwanzwurzel rotbraune Abzeichen tragen.

Rottweiler - Intern

Ein Blick in die Geschichte

Ursprünglich wurde der Rottweiler mit der Viehtreibung beauftragt. Seiner körperlichen Statur ist es zu verdanken, dass er die schweißtreibende und langwierige Arbeit leisten konnte. Er bewachte den Hof und vertrieb schnell unerwünschte Gäste. In den Jahrzehnten der Zucht wurde großen Wert auf seine Ausdauer, Intelligenz und Treibeigenschaften gelegt. Metzger und Viehhändler hielten sich die kompakten Hunde, sehr häufig in der damaligen Stadt Rottweil. Und schnell erhielt der beliebte Hund seinen Namen als Rottweiler.

Wesen und Charakter

Seine körperliche Stärke kommt auch in seiner Intelligenz zum Ausdruck. Das macht den Rottweiler zu einem lernfähigen Hund. Er ist nicht von Hause aus aggressiv oder gefährlich, doch er wird auf eine zu harte Erziehung, Herrschsucht und Schreien stur und absolut dickköpfig reagieren. Der Rottweiler lässt sich nicht beherrschen, doch mit einem harmonischen Zusammenleben auf Augenhöhe ist er ein durchaus liebevoller Hund. Er liebt wie alle anderen Hunderassen seine Streicheleinheiten und die liebevolle Aufmerksamkeit seines Halters. Vorteilhaft ist die Erziehung des Rottweilers in einer Hundeschule, denn der eigensinnige Kopf des Hundes verlangt vom Besitzer viel Energie ab.

Aufgaben für den Rottweiler

Diese Rasse ist von einem dominanten Verhalten bestimmt. Seine seelische Balance findet der Rottweiler in herausfordernden Aufgaben. So kann er als Wachhund, als Lawinen- oder Katastrophenhund durchaus eingesetzt werden.

Rottweiler - Hunderasse (CC BY-SA 2.0)Foto von starsandspirals ;

Viel Bewegung fördert die innere Balance des Hundes. Er ist durchaus in der Lage, allein und eigenständig zu arbeiten. Mit hoher Aufmerksamkeit nimmt er seine Umgebung genau war und kann, wenn nötig, auf Kommando angreifen. Daher eignet er sich sehr gut für den Polizeidienst.

Hier ist hohe Verantwortung gefragt!

Hundebesitzer von Rottweilern stehen in ganz besondere Verantwortung für ihren Hund. Es ist eine Tatsache, dass es eine Reihe von Beißvorfällen in Zusammenhang mit dem Rottweiler gibt. Dabei spielt die Rolle in der Vergangenheit eine große Rolle. Noch immer trägt er seinen Instinkt als Wach- und Schutzhund mit sich. Diese Eigenschaften kann man dem Hund nicht entziehen.

Rottweiler - Hunderasse (CC BY-SA 2.0)Foto von Mario Castro;

Als Wachhund beschützt er sein Haus und seinen Besitzer und wird Fremde nicht in Freundlichkeit empfangen, sondern eher aggressiv. Es wäre fatal, den Hund aufgrund dieses Verhaltens zu schlagen oder zu beschimpfen. Einem Tier kann man nicht die Urinstinkte aberziehen! Es bedarf einer einzigartigen Beziehung zwischen Hund und Hundehalter, der die Körpersprache seines Hundes versteht und darauf reagiert. Folgt der Vierbeiner seinem Besitzer auf das erste Wort, gibt es keinen Anlass zu Beißattacken.

Besonderheiten in der Haltung

Der Rottweiler gilt in vielen Bundesländern als Listenhund. Auch die Schweiz und in Österreich steht er auf der Rasseliste. Daher sollten sich zukünftige Halter genauestens informieren, welche Auflagen zur Haltung ausgeschrieben sind. Familien mit Kindern ist das Halten eines Rottweilers nicht wirklich zu empfehlen. Es gibt viele Situationen, die im Alltag mit Kindern einfach unvorhergesehen geschehen können. So können Besucher schnell als Eindringlinge wahrgenommen werden. Aufgrund dessen wird in einigen Bundesländern ein Wesenstest gefordert.

Kategorie: Hunderasse | Sektion: Molossoide muskulöse Hundetypen |

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