Nordische Schlittenhunde

Die Nordischen Schlittenhunde gehören in der FCI-Systematik der Gruppe 5 der Spitze und Hunde vom Urtyp in der Sektion 1 an. In dieser Sektion finden die Hunderassen aus den nördlichen Gebieten Europas, aus Nordamerika und auch Asien Anerkennung. Seit jeher ist der liebevoll genannte Snowdog ein wichtiger Begleiter des Menschen.

Schlittenhunde - Auch liebevoll Snowdog genannt

Die Sektion 1 setzt sich aus vier Rassen zusammen. Sie haben klare Gemeinsamkeiten: Es finden sich hier mittelgroße bis große Hunde, die dem ursprünglichen Spitz ähnlich sind. Über viele Generationen haben sie ein dichtes Haarkleid entwickelt, das aus weichem Deckhaar und einer dichten, doppelten Unterwolle besteht. Dieses ganz besondere Fell schützt den Nordischen Schlittenhund vor der eisigen Kälte in der Arktis.

Nordische Schlittenhunde (CC BY-SA 2.0)Nordische Schlittenhunde / Foto von Bad Kleinkirchheim;

Im Einzelnen handelt es sich dabei um den Alaskan Malamute, den Samojede, den Siberian Husky, und den Grönlandhund. Ursprünglich gehörte der Kanadische Eskimohund auch in diese Kategorie, er wurde aber aus der Sektion gestrichen.
Neben den, vom FCI anerkannten Rassen gibt es weitere Schlittenhunde, die auf Anerkennung warten oder von einzelnen Zuchtverbänden bereits akzeptiert sind. Dazu gehören der Alaskan Husky, der Europäische Schlittenhund, der German Trail Hound, der Scandinavian Hound, der Tschukotskaja Jesdowaja und der Jakutischer Laika.

Der nordische Schlittenhund in seiner ursprünglichen Aufgabe

schlittenhunde safari bad kleinkirchheim (CC BY-SA 2.0)Nordische Schlittenhunde / Foto von Bad Kleinkirchheim;

In den Schnee besetzten Regionen Europas stellten Schlittenhunde die wichtigste Verbindung zwischen den Menschen dar. Sie wurden paarweise und bis zu 12 Tieren vor den Schlitten gespannt und zogen Lasten oder den Menschen. Der Ursprung der Schlittenhunde wird heute bei den indigenen Völkern in Sibirien vermutet. Während es zu damaliger Zeit nur eine Hunderasse, den sogenannten Urtypen gab, wurden im Laufe der Generationen weitere Rassen gezüchtet. Hauptsächlich dienten sie alle der Fortbewegung des Menschen und dem Transport von Gütern.

Faszinierende Historie

Um 100 v. Chr. begannen die Volksstämme mit der Aufzucht der Hunde. Es wurde ein Hundeäquator in Grönland gebildet, denn die Einkreuzung nicht erwünschter Hunderassen sollte verhindert werden. Daraus entwickelten sich die einzelnen Rassen, die bis heute an ihrem Namen am Ursprungsort zu erkennen sind. Dieser Urtyp des Schlittenhundes hat das charakteristische glatte, dichte Fell mit sehr weicher Unterwolle und einer maximalen Größe bis zu 70 cm.

Ein Hundeäquator?

Der Hundeäquator spielt hier bei den Nordischen Schlittenhunden eine interessante Rolle. Innerhalb dieser geschaffenen Grenze dürfen nur endemische Schlittenhunderassen gehalten werden. Dazu gehört der Grönlandhund, der hier in der Sektion der Nordischen Schlittenhunde kategorisiert ist. Die bewusste Abgrenzung der Hunde von anderen Rassen ist für die in Westgrönland lebenden Menschen von größter Bedeutung. Hier, entlang des Polarkreises, werden absolut strapazierfähige Hunde gebraucht, die den eisigen Temperaturen trotzen und einen, aus vielen Generationen geschaffenen, sehr muskulösen Körperbau mitbringen.

Charakterstark, selbstbewusst und überaus freundliche Hunde

Auf einen Nenner gebracht, sind die Nordischen Schlittenschuhe freundliche Begleiter des Menschen. Sie sind extrem kräftig und fühlen sich mit anspruchsvollen körperlichen Aufgaben absolut wohl. Neben ihren Aufgaben sind sie teilweise verspielt und stehen treu an der Seite Ihres Besitzers.

Hunderassen in der Systematik

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