Mit dem Hund in den Urlaub

Als festes Familienmitglied darf der Hund auch im Urlaub nicht fehlen. Für viele Hundebesitzer ist dies selbstverständlich. Doch für eine reibungslose Anreise und einen stressfreien Aufenthalt gibt es einiges zu beachten.

Das richtige Reiseziel

Wer den Hund mit in den Urlaub nehmen möchte, sollte nicht in zu heiße (und ferne) Länder reisen. Die hohen Temperaturen sind nicht nur für den Menschen eine Belastung, sondern auch für die Vierbeiner, die ihre Körperwärme nur durch Hecheln über die Zunge und in geringem Maß über die Pfoten regulieren können. So steigt die Körpertemperatur schnell an, wenn sie ungeschützt der Sonne oder der hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Sie können sogar einen Hitzeschlag erleiden und brauchen dann eine Infusion.

Besonders in südliche Länder und Regionen mit extremen Klimazonen sollten Sie lieber nicht fahren, da dort eine erhöhte Ansteckungsgefahr von gefährlichen Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Leishmaniose droht. Diese Krankheit wird von Sandmücken übertragen und ist nicht heilbar. Zu den Symptomen gehören Schwäche, Durchfall und Erbrechen.

Zecken können in Tropen, Subtropen und im Mittelmeerraum noch mehr Krankheiten als hierzulande übertragen, z.B. Ehrlichiose. Bei dieser Infektionskrankheit sind alle Hunderassen betroffen, vor allem aber Welpen. Nach einer Inkubationszeit von etwa drei Wochen leiden betroffene Hunde unter Nasenbluten, Erbrechen, Abgeschlagenheit und vieles mehr. Da sich die Krankheit erst mehrere Wochen nach dem Urlaub bemerkbar macht, bringen sie viele Hundebesitzer mit diesem nicht in Verbindung.

Zudem sollten Sie beachten, dass z.B. Pit Bull Terrier in Dänemark und Frankreich verboten sind und das Mitnehmen von Hunden in Bus und Bahn in Portugal untersagt ist.

Die Unterkunft

Wenn Sie sich für ein Urlaubsziel entschieden haben, sollten Sie sich erkundigen, ob und in welchen Unterkünften Hunde erlaubt sind. Dies kann vom Campingplatz bis zur Ferienwohnung reichen. Eine große Auswahl an Hotels und Pensionen, die Ihren Hund willkommen heißen, können Sie unter https://www.its.de/specials/urlaub-mit-hund.html finden. Aber: Mancherorts müssen Sie mit einem Aufpreis rechnen.

Reisevorbereitungen

Zunächst sollten Sie sich darüber informieren, ob Ihr Hund auch im Ausland versichert ist. Falls dies nicht der Fall ist, gilt es eine entsprechende Versicherung abzuschließen.

Achten Sie darauf, dass Sie einen gültigen Heimtierausweis besitzen. Dieser wird vom Tierarzt ausgestellt und ermöglicht es, mit dem Hund problemlos zu reisen. Zudem muss das Tollwut-Impfzeugnis mindestens 21 Tage vor Grenzübertritt ausgestellt worden sein.

Wenn Sie nach Großbritannien, Irland, Malta oder Finnland verreisen möchten, sollten Sie die verschärften Anforderungen über antiparasitäre Behandlungen, insbesondere gegen Bandwürmer, beachten.

Ebenso wichtig: Seit 2011 wird nur noch der Mikrochip als eindeutige Kennzeichnung des Tieres anerkannt und nicht mehr die Tätowierung.

Ihren Koffer sollten Sie vor dem Urlaub nicht nur mit Ihren eigenen Dingen packen, sondern auch Hundeleine, Maulkorb und Co. unterbringen.

Eine Checkliste mit allen wichtigen Utensilien, die Sie auf keinen Fall vergessen sollten, ist hier zu finden.

Die Anreise

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie mit Ihrem Vierbeiner zum ersehnten Urlaubsziel kommen können:

Viele Menschen bevorzugen einen entspannten Flug, weil es weniger anstrengend ist, als mit dem Auto zu fahren und bei Weitem nicht so lange dauert. Bestimmte Ziele, wie die in Übersee, sind mit einem Fahrzeug sowieso schlecht zu erreichen. Allerdings ist ein Flugzeug für Ihren treuen Begleiter nicht unbedingt die erste Wahl. Denn im Gegensatz zu Ihnen kann er es sich nicht auf einem Sitzplatz bequem machen, sondern muss (sofern der Hund mehr als fünf Kilogramm wiegt) sein Dasein in einer Frachtbox im stickigen Frachtraum fristen.

Eine Schifffahrt wäre natürlich eine denkbare Alternative. Sie sollten sich allerdings im Vorfeld erkundigen, ob Hunde überhaupt mitfahren dürfen. Es gibt nämlich viele Anbieter, die die Anwesenheit eines Hundes verbieten. Das Gleiche gilt übrigens auch für Fernbusse. Dort ist die Mitnahme von Tieren generell nicht erlaubt. Sofern Sie sich dennoch für eine Schiffsreise entscheiden, raten Experten zur Mitnahme eines Beruhigungsmittels. Es gibt nicht wenige Hunde, die Seekrankheit leiden.

Am bequemsten ist tatsächlich die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug, da Sie bei Bedarf alle paar Stunden eine Pause einlegen können, um sowohl sich als auch Ihrem treuen Begleiter eine Verschnaufpause zu verschaffen und gegebenenfalls Gassi zu gehen.

Wichtig ist außerdem, dass Sie Ihrem Freund zwischen acht und zwölf Stunden vor Reisebeginn nichts mehr zum Essen geben. Viele Tiere vertragen das Reisen nicht und »klagen« über Reiseübelkeit.

Hundestrand?

Nicht an allen Stränden sind die Vierbeiner willkommen und dürfen, wenn überhaupt, den Küstenstreifen nur angeleint betreten. Informieren Sie sich daher ausführlich über Ihre Pflichten als Hundebesitzer, um gegebenenfalls eine satte Geldbuße zu vermeiden.

Kategorie: Ratgeber

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