Die kurzhaarigen Windhunde

Die FCI - Fédération Cynologique Internationale, ist der größte kynologische Dachverband, der Hunderassen in Gruppen und Sektionen unterteilt. Im Dachverband sind derzeitig 90 Mitgliedsländer registriert, insgesamt sind 343 verschiedene Hunderassen anerkannt. Eine dieser Sektionen ist die Sektion 3 in Gruppe 10 der kurzhaarigen Windhunde.

Zu den kurzhaarigen Windhunden zählen:

  • der Azawakh
  • der Chart Polski
  • der Galgo Español
  • der Greyhound
  • das Italienische Windspiel
  • der Magyar Agar (der Ungarische Windhund)
  • der Whippet und
  • der Sloughi

Der Azawakh findet seinen Ursprung bei den Nomaden in der Sahelzone, weshalb er auch häufig als Tuareg-Windhund bezeichnet wird. Dank seines schmalen Körperbaus wirkt er sehr elegant und wendig. Seine Körperhaltung verrät, dass er ein resoluter Hund mit starkem Charakter ist. Aufgrund der kargen Lebensverhältnisse in der Wüstenregion hat der Azawakh eine Skelettstruktur mit trockenem Bindegewebe. Diese, auch als trockene Muskulatur bezeichnete Struktur, ist als Zuchtmerkmal im Rassestandard festgehalten.

Der Chart Polski ist seit dem 13. Jahrhundert bekannt und stammt möglicherweise vom asiatischen Windhund Saluki ab. Ältere Abbildungen zeigen, dass er sich seither körperlich nicht viel verändert hat, und das, obwohl er im 19. Jahrhundert mit anderen Windhunden eingekreuzt wurde. Chart Polski auch als polnischer Windhund bekannt, handelt es sich hier um einen eleganten Hund, der bis zu 80 cm groß werden kann.

Beim Galgo Español finden sich die Wurzeln in der Antike. Schon die Kelten nutzten ihn im 6. Jahrhundert v. Chr. zur Jagd und brachten den Vorgänger des Galgo Español auf die spanische Halbinsel. In der Zeit der Römer wurde er nur Canis Gallicus - gallischer Hund genannt. Und so entwickelte sich der heutige Name Galgo Español, das schlicht Windhund bedeutet.

Die Verwandtschaft vom Greyhound zum Galgo Español hängt mit den Eroberungen der Kelten eng zusammen. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert brachten sie den spanischen Windhund Galgo Español in großer Anzahl mit auf die Inseln Irland und England. Auch mit dem typisch schmalen Körperbau eines Windhundes hat der Greyhound eine außerordentliche Bemuskelung, ebenfalls eine tiefe Brust und lange Beine. Mit 70 cm Widerristhöhe gehört er zu einem der größten Hunderassen weltweit.

Das Italienische Windspiel ist nicht etwa Dekoration, sondern eine, vom FCI anerkannte Hunderasse aus Italien. Zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert kam er von Ägypten aus nach Griechenland, von dort aus nach Rom. Ab dem 14. Jahrhundert verbreitete sich das Italienische Windspiel in ganz Europa und war insbesondere an adligen Höfen gern gesehen. Selbst Friedrich II, König von Preußen hielt sich diesen eleganten Hund. Mit seinem grauen, weich seidigem Haarkleid und dem schlanken Körper wirkt er sehr graziös und geradezu zart. Er ist ein lebenslustiger, offener und temperamentvoller Hund.

Unter den meist dunkel gefärbten kurzhaarigen Windhunden nimmt der Magyar Agár in Weiß und Braun eine besondere Rolle ein. Er gehört gleichzeitig zu den Jagdhunderassen. Seine Spuren lassen sich bis zu den Magyaren zurückverfolgen. Um die Schnelligkeit dieses Hundes zu erhöhen, wurde der Hund mit anderen Windhunderassen im 19. Jahrhundert eingekreuzt. Auch er wird bis zu 70 cm groß, ist dennoch ein wenig kleiner als der Greyhound aber genauso kräftig und muskulös.

Der Whippet wurde im 19. Jahrhundert zur Kaninchenjagd eingesetzt. Dank des Einsatzes englischer Landadeliger wurde 1891 der erste Rassestandard verfasst, der in großen Zügen bis heute seine Gültigkeit hat. Mit einer Widerristhöhe von bis zu 51 cm gehört er zu den mittelgroßen Windhunden. Auch er hat eine trockene Konstitution, das bedeutet, der Körper besteht gänzlich aus Knochen und Muskeln ohne Fettgewebe. Sensibel und freundlich eignet er sich heute als Familienhund.

Auch der Sloughi stammt aus Nordafrika und kann auf eine sehr lange Historie zurückblicken. Auf 3000 Jahre alten ägyptischen Wandreliefs ist der Sloughi wahrscheinlich schon zu erkennen. Mit diesem Hintergrund zählt er heute zu den orientalischen Windhunden. Traditionell lebte der Sloughi mit Beduinen und Berbern zusammen. Große Scheichs hielten sie ebenfalls für die Jagd und saßen im Sattel mit Reiter zusammen auf dem Pferd. Im 19. Jahrhundert fand der Sloughi den Weg nach Europa.

Hunderassen in der Systematik

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