Hunde in Action richtig fotografieren und filmen - Ratgeber pixabay©Karsten_Kettermann

Hunde in Action richtig fotografieren und filmen

Schöne Hundefotos zu machen hört sich leichter an als getan. Um seinen Vierbeiner richtig in Szene setzen zu können, und Fotos oder Videos zu erstellen, die andere begeistern können, gibt es einige Tipps und Kniffe hinsichtlich der Ausrüstung als auch der passenden Belichtung, Belichtungszeit, Blende, ISO, Schärfe und Brennweite.

Hochwertige Geräte ermöglichen schnelle Bildfolgen, die für das Fotografieren von Hunden in Bewegung empfehlenswert sind. Dabei sollten Verschlusszeit, Blende und ISO eingestellt werden können und der Autofocus rasch justierbar sein. Gerade für scharfe Bilder von Hunden, die sich schnell bewegen, ist eine kurze Verschlusszeit wichtig, um scharfe, ausreichend fokussierte Aufnahmen machen zu können. Dazu sollte der ISO so hoch wie nötig eingestellt werden.

Andererseits bewirkt ein Verkürzen der Verschlusszeit einen Kontrast-Schärfeverlust und eine Reduktion der Detailtreue. Dabei gilt es sorgsam zwischen beiden Extremen abzuwägen und eine Einstellung irgendwo dazwischen als Kompromiss zu herauszufinden.

Als Orientierungsempfehlung gelten

  • ISO = 200
  • Blende = 4
  • Verschlusszeit = 1/1000s.

Um das Tier optimal vom Hintergrund und der Umgebung abzuheben, sollte die Blende auf einen kleinen Wert eingestellt sein.

Um schnelle Bewegungen des Hundes optimal einfangen zu können, und Gesicht und Augen in den Mittelpunkt zu rücken, muss der Fokuspunkt durch kontinuierlichen Autofokus exakt auf den Bereich gestellt werden.

Für den Hintergrund sollte eine kleine Blendenzahl gewählt werden, um die Szenerie verschwimmen zu lassen. Der Hintergrund sollte ruhig und passend sein, wie auch keine störenden Elemente enthalten.

Je nach gewählter Blende und vorhandenem Licht können die gewählten Verschlusszeiten nicht ausreichen, um die Bewegung des Hundes einzufrieren, weshalb die Verschlusszeiten mindestens bei 1/500 Sekunden liegen sollten - eher noch etwas kürzer. Zusätzlich kann die ISO noch etwas angehoben werden, eine Verdopplung bewirkt eine Halbierung der Verschlusszeit.

Experten empfehlen die Verwendung von Kreuzsensoren für den Autofokus, die ideal für Actionfotos mit Bewegung sind. Viele Kameras neigen dazu, beim Autofokus hinterherzuhinken, wenn eine höhere Serienbildzahl eingestellt wird. Ein Bereich zwischen fünf und sieben Fotos pro Sekunde ist empfehlenswert, um ausreichend fokussieren zu können.

Camera Hundefotos (CC 0 1.0)pixabay©PublicDomainPictures;

Um seinen Hund in voller Bewegung möglichst groß im Bild zu haben, haben sich 200 Millimeter-Objektive bewährt. Mit geringer Schärfentiefe, kurzen Verschlusszeiten und engem Blickwinkel des Teleobjektivs lassen sich Action-Fotos bei weitgehender Ausblendung und Unschärfe der Szenerie ausreichend bewerkstelligen.

Dabei kommt es vor allem auf die richtige Perspektive an, um den Hund perfekt zu inszenieren. Die in Foto-Communities leider allzu oft anzutreffenden Fotos von Hunden, die schräg von oben fotografiert wurden, wirken meist nicht, weshalb beim Shooting je nach Tiergröße aus der Hock-Position oder liegend fotografiert werden sollte, um auf Augenhöhe zu sein.

Um das Tier optimal ausleuchten zu können und dennoch nicht auf lebhafte Kontraste verzichten zu müssen, ist auch beim Filmen vorteilhaft, Aufnahmen mit und nicht gegen das Licht zu machen.

Um ein bewegte und bewegende Geschichte vom Zweibeiner zu inszenieren, sollten ihre voraussichtlichen Laufwege bereits im Vorfeld passend ausgewählt werden. Damit sich der Hund auch dann tatsächlich daranhält, wird eine zweite Person benötigt, welche am Zielpunkt der geplanten Laufstrecke das Tier etwa mit Leckerlis entsprechend anlockt.

Ist der Hund verspielt und jagt einem Ball oder einem Stock hinterher, kann die zweite Person das Spielzeug auch in Richtung Fotograf werfen. Die Laufbahn vorherzubestimmen hat den entscheidenden Vorteil, wichtige Einstellungen bereits vor der eigentlichen Aufnahme vorzunehmen und die Strecke nach idealen Lichtverhältnissen hin abzustecken.

Um Verwackelungen zu vermeiden, sind Ein- oder Dreibeinstative mit stabilem Stativkopf fast schon Pflicht, um ruckfreie Schwenks zu garantieren. Aber auch breitbeiniger Stand und Drehen im Weitwinkelbereich mit kurzer Brennweite helfen, ein Verwackeln zu vermeiden.

Auch wird das Fotografieren und Filmen von Hunden aus der Luft mit Hilfe einer Drohne – wie in drohne-mit-kamera.de beschrieben - immer beliebter. Dazu ist allerdings notwendig, dass sich das Tier ausreichend an das Fluggerät gewöhnen konnte und sich nicht von ihm ablenken oder beeinflussen lässt. Hunde zeigen sich oftmals verstört bis aggressiv gegenüber den Flugobjekten und nehmen den Fremdling als Bedrohung wahr. Nicht selten kommen beim Landevorgang umherlaufende Hunde angerannt und springen das Gerät an, um es zu beißen.

Beim Filmen mit Drohnen gilt es einige Grundregeln zu beachten:

Da ein Film immer auch eine kleine Geschichte erzählen soll, sollte ein Konzept und die Story in Stichpunkten notiert werden. Im Idealfall kommt die Geschichte auch ohne Sprecher und Kommentar leicht verständlich rüber.

Dabei sollte die Zoom-Funktion nur sparsam eingesetzt und das Umfeld miteinbezogen werden. Gerade bei Drohnen-Aufnahmen lassen sich sehr einfach aber eindrucksvoll Stadt- und Landschaftsimpressionen, andere Tiere und beteiligte Menschen mit in den Film integrieren. Der Hund darf während der Aufnahme ruhig auch einmal aus dem Film verschwinden und nach gewisser Zeit wiederauftauchen, ein ständiges »Draufhalten« auf den »tierischen Filmstar« wirkt unnatürlich und mit der Zeit eintönig.

Kamerapositionen und Perspektiven sollten in ruhigen Schnitten variieren, der Hund in verschiedenen Einstellungsgrößen gedreht und dabei auch auf Details geachtet werden.

Kategorie: Ratgeber

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