Entlebucher Sennenhund, der kleinste der vier Sennenhund-Rassen - Hunderasse () ;

Entlebucher Sennenhund, der kleinste der vier Sennenhund-Rassen

Unter den vier Rassen der Schweizer Sennenhunde ist der Entlebucher Sennenhund die kleinste Rasse. Vom FCI ist er in der Gruppe 2, Sektion 3 standardisiert. Trotz seiner geringen Körperhöhe ist er kompakt gebaut und zeichnet sich durch die typische Dreifarbigkeit der Schweizer Sennenhunde aus. Er zeichnet sich durch einen freundlichen Charakter aus, ist flink in seinen Bewegungen und jederzeit lernwillig.

Die Geschichte des Entlebucher Sennenhundes

Sein Name verrät bereits seine Herkunft aus der Schweiz. In Entlebuch, das sich in einer Region der Kantone von Bern und Luzern befindet, ist der Ursprung dieser schweizerischen Hunderasse zu finden. Die erste Namensgebung fand im Jahr 1889 statt, zu damaliger Zeit wurde er noch »Entlibucherhund« genannt. 1913 wurde der Hund, damals noch mit kurzer Stummelrute, vom Förderer der schweizerischen Sennenhunde vorgestellt. Es dauerte jedoch noch bis 1927 bis der erste Standard für den Entlebucher Sennenhund verfasst wurde. Gleichzeitig gründete sich ein Klub von Liebhabern und Hundebesitzern dieser Rasse. Trotz seiner exzellenten Eigenschaften als Gebrauchshund ist die Verbreitung des Entlebucher Sennenhundes bis heute sehr gering.

Erscheinungsbild des kleinsten Schweizer Sennenhundes

Er erreicht eine Widerristhöhe bis zu 52 cm und einem entsprechend geringen Gewicht von 20 bis 30 kg. Die Hündinnen werden erfahrungsgemäß etwas kleiner und erreichen 42 bis 48 cm. Charakteristisch ist die Dreifarbigkeit, die aus einem schwarzen Rumpf, einer weißen Brust und braunhaarigen Beinen besteht. Im Gesicht wird diese Dreifarbigkeit ganz harmonisch vereint, gleichzeitig zeigt er hier sein freundliches Wesen. Er hat hängende, nicht allzu große Ohren, die relativ breit sind. Auffällig ist sein langer und kräftiger Rücken im Vergleich zur Körperhöhe. Während die Rute im letzten Jahrhundert noch kupiert (also gekürzt) wurde, ist dies heute verboten. Und so hat der Entlebucher Sennenhund heute eine längere Rute, ähnlich wie die anderen schweizer Rassen wie dem Berner Sennenhund

Charakter und Erziehung

Wer für das Familiengrundstück einen guten Wachhund sucht, trifft mit dem Entlebucher Sennenhund die richtige Wahl. Er ist fremden Menschen vorerst misstrauisch jedoch nicht aggressiv und tritt ohne Angst selbstsicher auf. Hier sollte die geringe Größe gegenüber anderen Hunderassen nicht unterschätzt werden. Innerhalb der Familie ist er vertrauensvoll, anhänglich und gutmütig. Er liebt die täglichen Streicheleinheiten und punktet mit einem temperamentvollen und lebhaften Charakter. Gleichzeitig ist er sehr lernfähig und führt die geforderten Kommandos bereitwillig aus. Mit seinem Bewegungsdrang ist er kein Hund für die Stadtwohnung, darüber hinaus fehlt ihm hier eine regelmäßige Aufgabe. Daher eignet er sich hervorragend für das Leben auf dem Land. Menschen, die noch keine oder wenig Erfahrung in der Hundeerziehung haben, sollten sich darüber im Klaren sein, dass der Entlebucher Sennenhund eine konsequente wie liebevolle Erziehung braucht.

Auftretende Krankheiten

Aufgrund seines langen Rückens sollte der Entlebucher Sennenhund nicht ständig Treppen hoch- und hinunterlaufen. Schon deshalb eignet er sich nicht für die Stadtwohnung. Auch hier ist das Risiko der Hüftgelenkdysplasie gegeben, was sich durch regelmäßiges Treppen laufen noch erhöhen kann. Ferner ist bekannt, dass es bei dieser Rasse häufig zur erbbedingten Goniodysplasie kommen kann. Hierbei handelt es sich um eine Missbildung des Kammerwinkels. In der Folge kann die Augenflüssigkeit nicht richtig abfließen, der Augendruck steigt an und kann bis zur Erblindung führen.

Kategorie: Hunderasse | Sektion: Schweizer Sennenhunde |

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