Dogdancing, Discdogging, Flyball

Neben den etablierten Hundesportarten gibt es noch einige andere Möglichkeiten, sich und seinen Hund körperlich sowie geistig auszulasten.

Dogdancing

Beim Dogdancing erarbeitet der zweibeinige Teil des Mensch-Hund Teams eine Tanz-Choreografie zu Musik, die dem Publikum und der Jury bei einem Wettkampf gemeinsam präsentiert wird. Durch die eigene Ausarbeitung der Choreografie kann der Hundeführer die Stärken des Hundes und die eigenen gezielt hervorheben.

Die Tänze mit Hund werden in zwei Varianten vorgeführt, dem Free Style und der »Heelwork to Music«.

Beim Free Style bleibt es gänzlich der Kreativität des Choreografen überlassen, welche Figuren gezeigt werden.

Bei der »Heelwork to Music« müssen mindestens 75% der Vorführung aus einer musikalischen »Fußarbeit« (Heelwork) bestehen. Anders als beim Free Style, dürfen sich die Tänzer nicht mehr als 1,20m voneinander entfernen.

Auch beim Dogdancing wird eine Einteilung in verschiedene Leistungsklassen vorgenommen. Bewertet werden die Genauigkeit bei der Ausführung der Bewegungen, die Interpretation der Musik und das Gesamtbild. Bei manchen Veranstaltungen fließt auch die Lautstärke des Applauses in die Wertung ein.

Discdogging

Discdogging ist die sportliche und durch ein Regelwerk festgelegte Art, mit seinem Hund Frisbee zu spielen. Bei Wettbewerben können die Teams in drei Disziplinen starten.

Wie beim Dogdancing gibt es auch beim Discdogging die Disziplin Free Style. Hier wirft der Hundeführer, während einer zwei minütigen Kür zu Musik, bis zu siebenmal die Scheibe, die der Hund fangen und apportieren soll. Die Bewertungsgrundlage in dieser Disziplin, ähnelt der beim Dogdancing.

In der Disziplin »Mini Distance« müssen in einer Minute Punkte in einem Spielfeld erzielt werden. Die Punkte werden für die gefangenen Scheiben und die Weite der Würfe, innerhalb des Feldes, vergeben.

»Long Distance« hat das wohl überschaubarste Regelwerk. Von drei Würfen wird hier der Wurf über die längste Distanz gewertet, der vom Hund gefangen wurde.

Flyball

Beim Flyball treten zwei Mannschaften, mit vier bis sechs Hunden, gegeneinander an. Die Hunde müssen über zwei identische Parcours mit vier Hürden zu einer Ballmaschine laufen, diese auslösen, einen Ball fangen und diesen über den Parcours apportieren. Dann startet der nächste Hund der Mannschaft.

Gewertet wird natürlich hauptsächlich die Geschwindigkeit. Auslassen von Hürden oder ein Verlassen der Laufbahn führt zu Punktabzügen.

Es gibt noch kein länderübergreifendes Regelwerk, 2013 hat die FCI jedoch eine Flyball-Kommission eingesetzt.

Mondioring

Mondioring ähnelt, dem ersten Anschein nach, dem Schutzdienst bei der Schutzhundeausbildung, ist aber sehr an die Polizeihundeausbildung angelehnt. Der Schutzdiensthelfer trägt hier einen Vollschutz, da der Hund ihn auch an anderen Körperteilen, als am Arm fassen darf. Soll der Hund beim Schutzdienst aber bei Attacken des Scheintäters ohne Kommando zu fassen, ist den Hunden beim Mondioring ein Anbiss nur nach einem Kommando des Hundeführers erlaubt. In Deutschland wird Mondioring nicht betrieben. Es gibt auch keine Prüfungsordnung der FCI.

Canicross

Dieser Laufsport mit Hund ist, in abgewandelter Form, auch eine Disziplin beim Turnierhundesport. Beim Canicross sind Mensch und Hund durch Brustgeschirre miteinander verbunden und absolvieren gemeinsam eine Geländestrecke. Anders als beim Geländelauf im Turnierhundesport, ist es beim Canicross aber sehr wichtig, dass der Hund sein zweibeiniges Teammitglied auch zieht. Nur so können konkurrenzfähige Zeiten erzielt werden. Canicross ist in Deutschland kaum verbreitet und wird nur von äußerst wenigen Vereinen angeboten.

Kategorie: Hundesport

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