Bayerischer Gebirgsschweißhund - Hunderasse (CC BY-SA 3.0)Foto von Pleple2000 ;

Bayerischer Gebirgsschweißhund
Bavarian Mountain Hound

Der Bayerische Gebirgsschweißhund gehört zu den Lauf- und Schweißhunden. Der FCI hat in der Gruppe 6, Sektion 2 standardisiert. Wie der Name es bereits verrät, hat er seine Wurzeln hier in Deutschland. Seit jeher wird er als Jagdhund bzw. Jagdgebrauchshund und gleichzeitig auch als beliebter Familienhund genutzt. Dennoch sollte erwähnt werden, dass der Bayerische Gebirgsschweißhund heute nur an Jäger abgegeben wird, die gleichzeitig als Schweißhundeführer tätig sind.

Der Bayerische Gebirgshund in seinem Ursprung als Jagdhund

Schweißhunde stammen von den ursprünglichen Jagdhunden - den Bracken ab. Sie zeichnen sich durch ein besonders feines Gespür aus und nehmen mit Leichtigkeit eine Fährte auf. Auf der Jagd haben diese Hunde die größte Fährtensicherheit und einen tief ausgeprägten Fährtenwillen. Die Einkreuzung der besten Exemplare der Bracken und Schweißhunde führten zum Bayerischen Gebirgsschweißhund und auch zum heute bekannten Hannoverschen Schweißhund. Für die Zucht wurden die führungswilligsten und ruhigsten Hunde ausgewählt. Diese Charaktereigenschaften sind bis heute das typische Merkmal des Bayerischen Gebirgsschweißhundes und es ist im Sinne eines erstklassigen Jagdhundes nachvollziehbar, warum diese Linie erhalten wurde.

Interessante Fakten eines Schweißhundes

Rudolf Friess nutzte die Neugründungsversammlung im Jahr 1949 für einen Vortrag, indem er über den damals aktuellen Stand der Zucht sprach. Seine Worte beeindruckten die Teilnehmer sehr und wiesen die Richtung für das spätere Zuchtgeschehen des Bayerischen Gebirgsschweißhundes. Ihm ist es zu verdanken, dass man sich auf den Ursprung dieses schönen Hundes besann. Er forderte eine Blutauffrischung mit den alten Schweißbracken auf. Nachdem viele Exemplare aussortiert wurden, begann eine neue Ära einer stammbuchmäßigen Leistungszucht des Bayerischen Gebirgsschweißhundes. Neben dem Hund selbst, wurden auch ihre Hundeführer sehr gut unterrichtet, sodass aus ihnen Spezialisten für diese Rasse wurden. Im langen Rückblick ist dieser Weitsicht von Friess die heute, hohe Leistungsfähigkeit dieser Hunderasse zu verdanken. Jäger erkannten sehr schnell die Talente dieses Jagdgebrauchshundes, worauf er sich nicht nur in den Alpen, sondern auch in Mitte- und Norddeutschland verbreitete.

Das Aussehen des mittelgroßen Jagdhundes

Der mittelgroße Rüde erreicht eine Größe von etwa 47 bis 52 cm, Hündinnen wachsen bis zu 44 bis 48 cm heran.

Bayerischer Gebirgsschweißhund - Hunderasse (CC BY-SA 3.0)Foto von Unbekannt;

Ganz typisch ist für den Bayerischen Gebirgsschweißhund sein rotbraun gefärbtes Haarkleid mit einer schwarzen Farbgebung im Gesicht - die unter Züchtern auch als Maske bezeichnet wird. Sein Fellkleid ist außerordentlich schön: Kurzhaarig, glatt anliegend und glänzend kommt es in tiefroten, hirschroten, rotbraunen oder auch rotgelben Nuancen vor. Seine Hängeohren sind häufig dunkel gefärbt und passen perfekt in das wohlgeformte Gesicht. Er überzeugt mit einer sehr harmonischen und freundlichen Erscheinung. In seinen Proportionen ist der Körper etwas länger als hoch und steht am Ende des Rückens ein wenig höher. Seine Läufe sind nicht zu hoch und passen perfekt zum gesamten Körperbau. Durch das dichte, kurze Fell schimmert seine Muskulatur und verrät Kraft und Freude an der Bewegung.

Verhalten und Wesen des Bayerischen Gebirgsschweißhundes

Dieser Jagdhund ist ein ruhiger und ausgeglichener Hund. Er führt eine enge Beziehung zu seinem Besitzer und lässt sich leicht führen. Fremden Menschen gegenüber ist er zurückhaltend, wobei er zur gleichen Zeit selbstsicher, gefestigt und unerschrocken auftritt. Auch Aggressivität ist diesem Hund fremd. Die Haltung eines Bayerischen Gebirgsschweißhundes verlangt ein hohes Verantwortungsbewusstsein und ausreichend Erfahrung im Umgang mit Hunden. Jeder Besitzer sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich hier vielmehr auch um ein traditionell erhaltenes Kulturgut handelt. Mit einer bewussten Zucht, die sich am Bedarf und nicht an der Masse orientiert, wird diese Hunderasse als kulturelles Erbe bewahrt.

Kategorie: Hunderasse | Sektion: Schweißhunde |

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