BARF - einen Hund richtig zu ernähren

Einen Hund richtig zu ernähren, ist weitaus mehr als im Supermarkt zu einer Dose Fertigfutter oder Trockenfutter zu greifen. Noch vor Jahrzehnten wurden die Tiere im Haus von Fleischresten gefüttert, was im Grunde richtig war. Seitdem es die bequeme Variante in der Dose gibt und das Trockenfutter erfunden wurde, haben sich auch die Krankheiten von Hunden um ein Vielfaches erhöht. Damit sich Ihr Hund schon als kleiner Welpe zu einem gesunden und kräftigen Hund entwickelt, sollten Sie sich mit der Ernährung für den Vierbeiner beschäftigen. Wir stellen Ihnen hier BARF vor - die bedarfs- und artgerechte Ernährung für Hunde.

Was bedeutet BARF?

Bei diesem relativ neuen Begriff handelt es sich im Grunde um eine sehr natürliche Art der Fütterung. Genau so, wie sich bereits Wölfe vor Tausenden von Jahren ernährt haben, ist BARF heute das Biologisch, Artgerechtes Rohes Futter.

Alle Hunderassen gehören zu den Fleischfressern, oder auch Karnivore genannt. Wenn Sie Wildhunde, Hyänen, Wölfe, Löwen in der Natur beobachten, werden Sie feststellen, dass sie andere Tiere jagen und im rohen Zustand fressen, ebenso Knochen wie Innereien und mitunter wird auch das Fell bzw. die Haut gefressen.

Ein Blick hinter die Kulissen

In den letzten Jahren haben Fälle der sogenannten Zivilisationskrankheiten, die eigentlich beim Menschen vorkommen, auch bei Hunden stark zugenommen. Dazu gehören Rheuma, Arthrose aber auch Diabetes. Häufig leiden Hunde an Übergewicht und erleiden Herzschwächen in einem Alter, in dem Hunde normalerweise kerngesund sind. Darüber hinaus kennen viele Hundebesitzer den unangenehmen Mundgeruch ihres Hundes, aber auch böse Verstopfung und Verdauungsbeschwerden. Was ist die Ursache für den rasanten Anstieg dieser Krankheiten? - Die Antwort liegt in der gekochten Nahrung, die mit viel zu viel Getreide angereichert ist, begründet.

Was das Trockenfutter beinhaltet

Beim Trockenfutter werden oft nur die Fleisch- bzw. Fleischmehlanteile mit einem Prozentsatz von 12% oder 30% angegeben. Das bedeutet, dass der größte Teil des Trockenfutters aus Getreide, Weizenmehl, Weizengrießkleie und Getreideabfällen bestehen. Zusätzlich werden Rote Beete Saft oder andere Farbstoffe verwendet, um dem Verbraucher glaubhaft zu machen, das Futter enthalte besonders viel Fleisch. Die Gesamtheit dieser Stoffe machen Hunde krank.

Die artgerechte Fütterung mit frischem Fleisch

Hunde entwickeln sich sehr gut mit frischem, ungekochten Fleisch. Das rohe Fleisch enthält viele Nährstoffe, die der Hund täglich benötigt. Für die Stärkung seiner Zähne sind ebenso rohe Knochen eine Wohltat. Daran können sie knabbern und beißen. Wichtig ist jedoch, dass die Knochen tatsächlich im Rohzustand verbleiben, da sie ihre chemische Struktur beim Knochen verändern. Das befürchtete Absplittern mit dem Risiko einer Verletzung der Speiseröhre oder des Magens kann bei einem gekochten Knochen tatsächlich passieren.

Neben dem Fleisch auch frisches Gemüse

Auch rohes Gemüse kann und sollte dem Futter beigemengt werden. Dabei liegt es an Ihnen, Ihrem Hund viele Sorten Gemüse anzubieten, um herauszuwinden, welche Vorlieben Ihr Hund hat. Das Verdauungssystem eines Hundes ist in jedem Falle dafür ausgelegt, ein solches Futter problemlos zu verdauen.

Das Thema BARF ist umstritten, das muss auch gesagt werden. Der Hersteller einer großen Firma für Hundefutter wird Ihnen mit Sicherheit unzählige Argumente entgegenbringen, warum sein Futter besser ist. Doch geht es immer nur um die höchsten Anteile von Mineralstoffen und Vitaminen oder gar um den köstlichen Geschmack? Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Anbieter für natürliches Hundefutter, die Frisch- aber auch Trockenfutter produzieren, welches dem BARF Grundgedanken entspricht. Last but not least haben Sie auch die Möglichkeit, frische Knochen und Fleisch von einem Schlächter zu bekommen.

Kategorie: Hundeernährung

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