Afghanischer Windhund - Hunderasse (CC BY-SA 2.0)Foto von Rafa Mora Arévalo ;

Afghanischer Windhund
Stolz und unabhängig


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Vom FCI anerkannt und als Rassestandard in der Gruppe 10, Sektion 1 eingegliedert ist der Afghanische Windhund. Zweifelsohne gehört dieser schöne Hund zu den eleganten Erscheinungen unserer Tage. Mit einer langen wie interessanten Historie gehört der »Afghane«, wie er auch liebevoll genannt wird, zu den geschätzten Hunderassen in Erscheinung und Charakter.

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Eine lange Geschichte: Der Afghanische Windhund

Seine Historie beginnt bereits um 4000 v.Ch. Zu damaliger Zeit wurde der »Thasi« wie er auf Afghanisch heißt, von den Nomaden gezüchtet. In unterschiedlicher Erscheinung war er der Vorfahre des heute bekannten Hundes, denn Kopf und Körperbau ähnelten damals noch sehr dem Persischen Windhund, oder Saluki. Auch Ähnlichkeiten zum kirgisischen Taigan trug der Thasi in sich.

Für die Nomaden war er weit mehr als ein Haus- oder Wachhund und wurde aufgrund seiner extrem guten Überlebenschancen in der kargen Natur hoch geschätzt. Berge und weite Steppen verlangten nach einem robusten Jagdhund, der eine Rolle zum Überleben der gesamten Gruppe übernahm.

Bekannt waren in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts drei Rassen des Afghanischen Windhundes: dem Luchak - einem glatthaarigen Windhund, dem Bakhmull - einem Hund mit seidigem, langen Haar und eine weitere glatthaarige Rasse mit langem Haar an Ohren und Beinen - dem Kalagh. Für die Besitzer waren sie bereits im 19. Jahrhundert ausgesprochen wertvoll. Um diese Kostbarkeit zu erhalten, wurde ein Exportverbot erlassen, das durch britische Soldaten später umgangen wurde und die ersten Exemplare um 1900 herum Europa erreichten.

Die Biographie: Vom Steppenhund zum Ausstellungstier

Es war »Mortee«, eine Afghanische Windhündin, die in Bristol zum ersten Mal auf einer Ausstellung präsentiert wurde. Mit dem Import der ursprünglichen drei Arten des Windhundes wurde der Standard des Bergafghanen von den Engländern im Jahr 1925 festgelegt. Von nun an entwickelte sich der einstige Jagdhund immer mehr zu einem attraktiven Schmuckstück, das immer mehr Beachtung auf Hundeausstellungen erhielt. In der Züchtung wurde das Haarkleid länger, was zur Folge hatte, dass seine Resultate auf der Rennbahn sichtbar schwanden. Viele Züchter wollten jedoch die Veranlagung zum Rennen beibehalten, so gab es Exemplare des »Rennafghanen« mit kürzerem Haarkleid und dem Ausstellungshund, der längeres Haar aufwies. Bis heute hat sich diese Unterscheidung hartnäckig gehalten.

Eine schöne Erscheinung

Dieser, zu den großen Rassen gehöriger Hund erreicht eine Widerristhöhe von ca. 68 - 74 cm, wobei die Hündinnen erfahrungsgemäß etwas kleiner werden. Mit dieser Größe erreichen sie ein Gewicht von 20 bis 30 kg, was der Größe entsprechend fast als Leichtgewicht genannt werden kann. In seinen Proportionen weist er etwa ein 1:1 Verhältnis auf, das bedeutet, die Schulterhöhe sowie Länge dieses Hundes sind ungefähr gleichlang. Auffällig sind der schmale Bauch und der tiefe Brustkorb, der ihm die Fähigkeit zu ausdauernden Rennen in hoher Geschwindigkeit verschafft.

Würdevoll, stolz und elegant - so zeigt sich der Afghanische Windhund. Mit festem Stand und erhobenem Kopf ist zu erahnen, wie ausdauernd und schnell dieser Hund sein kann. Der schmale Kopf ist von einer langen Schnauze und herunterhängenden Ohren gekennzeichnet. Das leichte Gewicht und der muskulöse Körperbau befähigen ihn zu einem beinahe federnden Schritt, der die Eleganz dieses Hundes unterstreicht. Sein Fell ist seidig und lang, das tägliche Pflege beansprucht. In der Farbe finden sich von Creme über Braun bis Rot und Schwarzbraun viele Kombinationen, die durchaus im Rassestandard erlaubt sind.

Ein freundlicher Charakter

Der Afghanische Windhund eignet sich hervorragend als Haus- und Familienhund. Mit seinem wachen Charakter beschützt er Haus und Hof, gleichzeitig ist er seinen Besitzern treu ergeben. Er hat einen sanftmütigen Charakter, ist unauffällig und ruhig. Mit seinen Genen als ursprünglicher Jagdhund sollte ihm täglicher Auslauf gewährt werden. Auch als Begleiter auf zügigen Fahrradtouren wird er bereitwillig neben seinem Herrchen laufen. Unter Umständen kann sein Jagdtrieb dazu führen, dass er in Wald und Flur durchbricht, weshalb auch bei dieser Hunderasse eine konsequente Erziehung ohne unnötige Härte notwendig ist.

Kategorie: Hunderasse | Sektion: Langhaarige oder befederte Windhunde |

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